Werner Hofinger geht aus dem Büro, steht im Zimmer der Sekretärin.
“Was ist los? Ist etewas nicht in Ordnung?” fragt Bea.
“Nichts, nichts. Danke. Ich bin ein bisschen nervöd.”
“Machen Sie sich keine Sorgen, Herr Müller ist ein wunderbarer Detektiv.”
“Ich weiss. Ich weiss”
“Soll ich ein Taxi für Sie rufen?”
Nein , danke. Ich geh lieber ein bisschen spazieren. Ich brauche etwas Ruhe. Ich bin ja um 5 wieder hier!”
“Bis spatter, alos”, sagt Bea. Dieser Herr Hofinger gefällt ihr.
Sie mag seine blauen Augen und seine Hände. “Künstlerhände”, denkt Bea.
Werner Hofinger ist weg. Helmut Müller kommt in in das Zimmer von Bea. Sie träumt.
“Was ist denn mit Ihnen los?”
“So schone Augen. Ein tollerMann;.”
“Also, Bea”, sagt Müller Ernst und ein bisschen unfreundlich, denn er hat keine blauen Augen und ist auch nicht besonders hübsch.
“Es ist mir egal, ob Herr Hofinger schön ist oder blaue Augen hat. Er ist ein Klient, ein Klient mit Problemen. Ausserdem ist er ein Freund einer guten Freundin. Er wohnt bei ihr in Berlin,wenn Sie verstehen! Können Sie mir einen Moment helfen?”
“Zu dumm,” denkt Bea. “immer, wennmir ein Mann gefällt ist er entweder verheiratet oder hat eine Freundin.” Sie nimmt einen Bleistift und ein Heft und geht zu ihrem Chef.
Werlner Hofinger geht in eine Konditorei. Dort gibt es auch Kaffee. Jetzt sitzen nur alte Damen hier und essen Erdbeertorte mit Sahne, mit viel Sahne. Er trinkt einen Kaffee, dann geht er zu Petra Weiser. Sie ist nicht da. In der Wohnung ist alles chaotisch. Er räumt ein bisschen auf. DieBucher kommen in das Regal, die Kleider in den Schrank, er sammelt Schallplatten ein. ER hat keine Lust weiter aufzuräumen. Die Fotos weg, die Kameras weg, die ganze Arbeit für die Reportage umsonst, der Zettel…
“Hallo Werner, wie geht’s?” Petra ist zurückgekommen. “Wie war’s bei Helmut Miller?”
“Gut, gut. Ich habe alles erklärt, und er war sehr nett. Um 5 gehe ich zu ihm, seine Sekretärin holt die Fotos.”
“Welche Fotos?”
“Die Fotos von gestern sind im Fotolabor. Um 5 Uhr sind sie fertig.”
“Prima,. Ich komme mit, aber jetzt gehen wir essen, einverstanden?”
Sie essen bei HARDTKE, einer Kneipe in der Nähe vom Ku-Damm. Dort gibt es Berliner Schlchtplatte (1). Immer, wenn Werner zu Besuch in Berlin ist, geht er mit Petra zu HARDTKE. Zum Essen git’s eine Berliner Weisse, eine Art Weissbier (2). Wie man es sonst nur in Bayern trinkt.
Nach dem Essen gehen Sie zu Müller.
(1) Berliner Schlachtplatte ist eine Spezialität in Berlin. Es gibt Würstchen, Schweinefleisch gekocht, Schinken mit Sauerkraut und Kartoffelpüree.
(2) Weissbier; Bayrische Bierspezialität, bekommt seinen besonderen Geschmack durch eine Mischung aus Weizen, Hopfen und Hefe. Dieses Bier sieht grün aus. Es gibt Berliner Weisse auch mit einem Schuss Himbeersaft (eine Weisse mit Schuss). Dieses Bier sieht rot zus.
“Also, ich sehe nichts Besonderes”, sagt Petra. Helmut Müller nimmt die Fotos, schaut sie nochmal an.
“Sie sind ein gutter Fotograf, sehr gut, sehr gut, aber ich kann nichts Besonderes finden.”
“Chef, schauen Sie hier, auf dem Foto dahinten, zwei Männer, sehen Sie?”
“Ja, und?”
“Ich glaube, der eine gibt
dem anderen etwas, irgend etwas. Ausserdem glaube ich, ich kenne die Manner.”
Was?”
“Ja, aber sie sind so klein, man kann es nicht genau sehen.”
“Wenn Sie wollen”, sagt Hofinger, “kann ich sie vergrössern lassen.”
Müller überlegt einen Moment. “Eine gute Idee, aber das machen wir selbst. Man kann Ihnen folgen.”
“Na, Chef, glauben Sie , wir haben eine Spur?” fragt Bea Braun.
“Ich weiss nicht, ich weiss nicht. Vielleicht….”